pixi und die Herausforderungen der Datenextraktion

pixi ist ein Warenwirtschaftssystem, welches speziell für Händler im E-Commerce entwickelt wurde. Es unterstützt die Händler bei der Automatisierung ihrer internen Prozesse und kann somit zur Kostensenkung und Wachstum beitragen. pixi selbst betont besonders ihr umfangreiches Serviceangebot, ein großes Partnernetzwerk und das Schnittstellenangebot.

pixi-Kunden sind Pureplayer, Markenhersteller, Fulfiller oder Großhändler im B2B-Bereich. Ca 1.500 erfolgreiche Onlineshops werden mit pixi betrieben und Händler versenden jeweils zwischen 30 bis 10.000 Sendungen am Tag und haben einen Jahresumsatz von 200.000 EUR bis 60 Mio. Euro. pixi gibt an, der Einsatz Ihres Systems amortisiere sich bei allen Kunden im Durchschnitt zwischen 8 und 15 Monaten.

Auch einige unserer Kunden haben das Warenwirtschaftssystem pixi im Einsatz. Daher haben wir uns näher mit der Schnittstelle beschäftigt, um die Daten unserer Kunden zu extrahieren sowie Analysen und Berichte zur Verfügung stellen zu können. Nur so erhalten E-Commerce Händler einen ganzheitlichen Überblick ihrer Prozesse, Verkäufe, Kampagnen und Kanäle.

Bei der Extraktion der Daten hat pixi uns vor einige Herausforderungen gestellt. Während unserer Entwicklung hatten wir vor allem mit den folgenden Punkten zu kämpfen:
– pixi lässt keinen Massenexport der Daten zu.
– Die Struktur der Schnittstelle kann sich über die Jahre ändern.
– Eine stabile Verbindung zu pixi ist nicht immer gewährleistet.
– Bei verschiedenen Kunden verhält sich die Schnittstelle unterschiedlich.

Schließlich konnten wir aber alle Herausforderungen lösen und pixi in unsere Analytics-Anwendung integrieren. Diese Integration ist deshalb so wichtig, damit man als Händler einen umfassenden Blick erhält. Kosten und Erträge aus dem Online-Shop und Kanälen wie Ebay, Amazon oder Google müssen vereint ausgewertet werden um zu beurteilen, ob sich die Marktplätze und Marketingaktionen wirklich lohnen. Dies ist nur möglich, wenn die Daten aus den verschiedenen Systemen miteinander in Verbindung gebracht werden.

pixi Analyse

Beispiel Google AdWords & Google Analytics

Mit der Anbindung des Google-Kontos kann zum Beispiel der Deckungsbeitrag II nach Abzug der Google AdWords-Kosten dargestellt werden. So können Händler den Erfolg der AdWords Kampagnen umfassend bewerten. Aus pixi werden dafür die Aufträge mit dem jeweiligen Bestellwert, Stornos, Rabatte, Retouren und der Einkaufspreis für den jeweiligen Artikel gezogen. Aus Google AdWords extrahiert man die AdWords-Kosten.

Für die Abbildung der Google AdWords- und Google Analytics-Daten gibt es zwei Voraussetzungen. Nur dann können die Daten in einem Dashboard veranschaulicht werden:

  1. Das E-Commerce-Modul ist in Google Analytics aktiviert. Somit können die Webshop-Transaktion in Google getrackt werden.
  2. Die Webshop-Transaktionen werden an pixi übermittelt, um eine Verbindung zwischen pixi und Google herstellen zu können.

Unsere pixi-Kunden können mit der Zusammenführung dieser Systeme auf Knopfdruck erkennen, ob sich einzelne AdWords-Kampagnen wirklich lohnen. Zudem können sie analysieren, in welcher Kampagne sich die Kostentreiber verstecken.

Beispiel Amazon

Um keine Umsätze beim Verkauf über Amazon Marketplace zu verlieren, müssen Händler auch hier die Zahlen im Auge zu behalten.  Bei Amazon können die benötigten Daten ebenfalls extrahiert werden, um den Deckungsbeitrag II nach Abzug der Amazon-Kosten zu erhalten. Aus pixi werden dafür wieder die Aufträge mit dem jeweiligen Bestellwert, Stornos, Rabatte, Retouren und der Einkaufspreis für den jeweiligen Artikel gezogen. Aus Amazon extrahiert man die Amazon-Kosten. Durch die Übermittlung der Amazon FBA-Kosten (= Fulfillment-Kosten) und die darin inkludierten Kosten z.B. für das Lager, erhält man hiermit eigentlich sogar den DB III von Amazon.
Für die Zusammenführung der benötigten Daten ist es wiederum nötig, dass Amazon die Transaktionen und Artikel an pixi übermittelt, um somit eine Verbindung zwischen pixi und Amazon herstellen zu können.

Beispiel Ebay

Auch mit dem Marktplatz eBay ist eine Verknüpfung der Daten möglich. Voraussetzung ist wieder, dass sie Webshop-Transaktionen und Artikel an pixi übermitteln, um somit eine Verbindung herstellen zu können.

Für alle Anbindugen gilt, dass – wenn die Daten nicht zu pixi übertragen werden – alternativ die Möglichkeit besteht, diese Informationen über die Anbindung des Webshops zu erhalten. In den meisten Fällen wird pixi neben einem Webshop-System betrieben. Die Daten aus beiden Systemen (pixi und Webshop) ergänzen sich und ermöglichen Analysen, Berichte und Auswertungen.

 

FAZIT

Für eine Analyse auf Knopfdruck und einen schnellen, allumfassenden Überblick ist die Anbindung aller Systeme mit einem Analysetool unumgänglich. Die Grundlagen in der Anbindung von pixi sind von System zu System identisch. Jedoch hat sich herausgestellt, dass jede Anbindung eines pixi-Systems seine eigenen Herausforderungen mit sich bringt, welche individuell bewertet und in der Anbindung selbst berücksichtigt werden müssen.

Eine Sichtung der Daten sowie eine Vorab-Analyse der Schnittstelle sollten somit grundsätzlich durchgeführt werden, um die möglichen Herausforderungen besser bewerten zu können.

Der erste Schritt zur Stammkundengewinnung

Für fast jedes Unternehmen ist es überlebenswichtig, Stammkunden zu gewinnen und einen langfristigen Kundenstamm aufzubauen. Dazu muss man die Kunden gezielt ansprechen und mit den richtigen Angeboten zur richtigen Zeit zu einem Kauf animieren.

Information gibt es heutzutage im Überfluss, aber die Aufmerksamkeit der Kunden hat dadurch natürlich nicht zu-, sondern abgenommen. Entsprechend muss man sich von der Masse abheben um beim Kunden Gehör zu finden. Am besten gelingt dies durch eine individuelle Ansprache.

Den Kunden kennen – der Schlüssel zum Erfolg

Entsprechend beginnen alle Bemühungen mit dem Sammeln und Auswerten der Kundendaten, um die Interessen der Kontakte zu identifizieren. Da online bereits viele Daten anfallen, ist dies prinzipiell einfach – trotzdem lassen viele Unternehmen dieses Potential nach wie vor ungenutzt.

Dabei ist das Ziehen von Rückschlüssen nicht schwer: Kleidung, die heute online bestellt wird, verrät z.B. bereits viel über dessen Käufer. Adresse, Geschlecht und Kleidergrößen sind essenziell, um den Verkauf überhaupt abwickeln zu können. Mittels Warenkorbanalyse über verschiedene Käufe und Kunden hinweg, können Rückschlüsse auf die Geschmäcker der Kunden gezogen werden.

So gewonnene Erkenntnisse lassen sich auch auf weitere Kunden übertragen, um diese mit passenden Angeboten anzusprechen.

Es gibt bestimmte Artikel, die in Kombination mit anderen Artikeln von Kunden häufiger gekauft werden. Als einfaches Beispiel wird ein Kunde, der ein Fahrrad kauft, potentiell auch einen Fahrradhelm brauchen. Aber auch weniger offensichtliche Zusammenhänge können mit einer Warenkorbanalyse erkannt und im Nachgang zum speziellen Bewerben dieser Artikel genutzt werden.

Im stationären Handel sind zur Abwicklung des Kaufs deutlich weniger Daten erforderlich – der Kunde kommt in den Laden, kauft einen Artikel und ist wieder verschwunden. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, mehr Daten zu gewinnen. Man kann z.B. mit Anreizen arbeiten, um Kunden zu bewegen, mehr Daten von sich preiszugeben und die Angebote besser auf sie zuschneiden zu können. Kundenkarten sind in diesem Zusammenhang nur ein Beispiel zur fortwehrenden Erhebung von Kundendaten. Je mehr Kunden diese nutzen, umso besser lässt sich das Kaufverhalten analysieren.

Wer online wie stationär unterwegs ist, kann Kunden anbieten, die Kundenkarte mit dem Onlineprofil zu verbinden. Dies lässt weitere Rückschlüsse auf den Kunden und die verschiedenen Berührungspunkte zum Unternehmen zu. Der Blick auf den Kunden wird ganzheitlich.

Welche Daten sollten erhoben und analysiert werden?

Die Online-Welt macht es uns wieder einfach. Ein detailliertes Besuchertracking ist auf der Website mit ein wenig investierter Zeit recht leicht erstellt. Die Zahl der Erstbesuche sowie wiederkehrende Besuche und Aufenthaltsdauer auf den einzelnen Webseiten sind im Onlinehandel gängige und wichtige Kennzahlen zur Identifizierung des Einkaufsverhaltens der Kunden und der Besucher

Für den stationären Handel wurden nun – auch dank einiger technischer Innovationen – neue Kennzahlen entwickelt, die mit Hilfe von Kamerazählung, WLAN-Sensoren, Kassendaten und Bluethoot Beacons erhoben werden können. Folgende Kriterien lassen sich damit messen

– das Ranking Ihrer Filiale
– die Loyalität Ihrer Besucher
– die Abschöpfungsquote
– die Gesamtfrequenz von Besuchern
– neue Besuche, wiederkehrende Besucher und Passanten
– der Umsatz
– Prognosedaten, z.B. anhand von Wettervorhersagen

Die Einschätzung und Analyse der Kunden sowie potentieller Kunden wird mit diesen Kennzahlen erheblich vereinfacht. Mit der Verbindung aller Daten erhalten Sie einen ganzheitlichen Blick Ihrer Kunden und können diese mit gezielten Angeboten ansprechen um Zusatzverkäufe zu generieren und Ihre Kontakte langfristig zu binden.